Das war es mit dem Traum vom dritten Weltmeistertitel im eigenen Lande – die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft hat das Viertelfinalspiel in der Verlängerung gegen Japan mit 0:1 verloren – und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden.
Tränen in den Augen, lange und betroffene Gesichter – so sahen die Spielerinnen der DFB-Auswahl nach dem Spiel gegen Japan aus. Und das ist natürlich verständlich – denn dafür war der Traum vom dritten Weltmeistertitel, dazu noch im eigenen Land, einfach zu schön. Die Frauen wollten es den Männern nach dem Sommermärchen 2006 mindestens gleichtun – doch leider schafften sie es nicht, sich gegen den Außenseiter Japan klar durchzusetzen. Trotz viel Kampfgeist und Siegeswillen reichte es einfach nicht, den Ball auch in das japanische Tor zu bekommen.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die letzten vier Spiele auf ohne deutsche Beteiligung noch von genügend Zuschauern besucht werden. Denn man hatte schon den Eindruck, dass sich die Frauenfußball-WM vor allem in den Medien abspielte. Von einer Begeisterungswelle wie 2006 konnte wahrlich keine Rede sein. Kaum Autos mit Fähnchen, keine vollen Public Viewing Plätze – die Radiosender verlosten am laufenden Band Freikarten für Spiele ohne deutsche Beteilung – schade für die Fußballerinnen.
Ob man nun auch noch an den olympischen Spielen 2012 in London teilnehmen kann, staht auch noch in den Sternen. Denn durch das frühe Ausscheiden ist die Qualifikation noch nicht geschafft.

